Hate Aid

HateAid: Unser Projekt gegen den digitalen Massenhass wird erwachsen.

Ja ja, ihr habt ja recht: In Sachen Blog-Postings haben wir uns in letzter Zeit eher rar gemacht.

Das hatte auch einen guten Grund: Wir haben viel gearbeitet statt darüber zu sprechen.

Mitte 2017 startete Fearless Democracy e.V. mit vielen Ideen, viel Druck von außen und wenig Geld. Es hat jetzt ein knappes Jahr gedauert, um aus vielen Gedanken die Themen wachsen zu lassen, die wir als erstes groß machen wollen. Und mit groß meinen wir: Mit nachhaltigem Effekt und den notwendigen Partnern.

Dieses erste Projekt heißt für uns HateAid.

HateAid basiert auf einem Gedanken: Immer mehr Menschen werden im Internet von digitalem Massenhass attackiert und finden bei diesem extremen Erleben derzeit keine Hilfe: Keine inhaltliche Hilfe (weil kaum Freunde einen Content-Angriff auf die eigene Person je erlebt haben), keine polizeiliche und juristische Hilfe (weil die Institutionen dafür immer noch nicht gerüstet sind). Dabei wird großangelegter Massenhass im Internet immer mehr zum politischen Kampfmittel gerade rechtsradikaler Kreise.

HateAid selbst haben wir vor einem Jahr im Rahmen eines ersten Selbsthilfe-Guides als PDF angedacht. Im letzten Jahr haben wir viele Menschen beraten, wie sie mit ihrem Hatestorm umgehen können und im November launcht dann HateAid als erste Beratungsplattform mit einem umfassenden Beratungsangebot im Netz. Dafür wurden wir von der Robert-Bosch-Stiftung unterstützt und großzügigen privaten Spendern unterstützt. Danke dafür nochmal.

Darüber hinaus wird HateAid aber in den nächsten Wochen bald mit einem noch umfassenderen Angebot an den Start gehen. Wir können noch nicht genau sagen, was es ist. Wer aber aufmerksam aufgepasst hat: einen Gründungsgeschäftsführer suchen wir für eine neue Gesellschaft. Wer sich darauf noch bewerben möchte: Hier ist die Stellenausschreibung.

Wir glauben, dass die Arbeit gegen digitalen Massenhass ein ganz wichtiges Tool für die Erhaltung unserer Demokratie ist. Sie nimmt den Feinden unseres demokratischen Staatswesens nämlich ein wichtiges Tool aus der Hand: das Mobbing einzelner, das Verbreiten von Angst und Schrecken, um Selbstzensur zu bewirken. Allzu oft beobachten wir nämlich, dass ausgerechnet die, die sich am meisten lautstark über angebliche Zensur aufregen, am schnellsten dabei sind, die Meinungsfreiheit anderer zu beschneiden. HateAid findet hier gerade ein Rezept gegen blinden, groß angelegten Hass im Netz.

Wie das genau aussieht, erklären wir euch bald. Bis dahin: Ihr werdet jetzt wieder mehr von uns lesen: Versprochen.

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