Stop Hatevertising: Marken müssen Verantwortung tragen

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Hatevertising? Was soll das denn sein?

Wenn Marken wüssten, wo sie überall werben, könnten sie ad hoc die Hälfte aller Markenplanungsmeetings absagen. Dank Programmatic Advertising kommt das Gros aller Werbebanner in einem absurd abstrakten Umfeld heraus, dessen inhaltliches Hauptkriterium nur eines ist: es ist legal und man kann die Zielgruppe treffen. Systematisches Agenda-Setting gegen die offene Gesellschaft, Framing, Fake-News – alles ist an Zielmedien dabei, wenn große Marken Werbebanner und damit Budgets schalten.

Dass diese Sache mit Werbung und Populisten ein heißes Eisen ist, wissen wir nicht erst aber spätestens seit #KeinGeldFürRechts. Was im letzten Jahr eine private Initiative war, wird jetzt ein Thema, das wir als Fearless Democracy mit der Werbe-Industrie diskutieren wollen. Wo schalten Marken eigentlich? Wo lenken sie Budgets hin? Wissen sie das eigentlich?

Die Antwort lautet: Nein, sie wissen es nach wie vor nicht. Geld läuft weiterhin neben den großen Mediapublishern irgendwo hin und jedem der beteiligten Partner scheint das relativ egal zu sein. Dass wir dabei nicht nur von Google oder Facebook reden sondern primär auch von den Marken selbst, darum geht es in dem nachfolgenden Video. Marken haben es sich in den letzten Monaten – in denen es primär um die großen Tech-Plattformen ging – nämlich relativ gemütlich gemacht. Politische Ethik hinter Budgets, Kontrollierbarkeit und planbare Marken-Umfelder werden reinen Leistungsmetriken hinten angestellt. Die Personalisierung von Media-Leistungen in sich selbst sorgt schon dafür, dass nur die ganz harten Fälle offensichtlich werden.

Gerald hat pünktlich zu unserem Launch eine Präsentation dazu auf der diesjährigen Republica gehalten. Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass Marken endlich verstehen, dass die Orte an denen sie Werbung schalten zur Zeit zu wenig von ihnen kontrolliert werden und dass davon Populisten und Extremisten profitieren. Während bei Google & Co ein Umdenken eingesetzt hat, sind sich Marken ihrer Verantwortung noch nicht mal bewusst. Und selbst wenn es bei dieser Verantwortung nur um eine Verantwortung gegenüber sich selbst geht.

Zeit, das zu ändern. Stop Hatevertising.

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